Hardtwaldklinik 1

Neurologische Akutklinik

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Autoimmunerkrankung


Autoimmunerkrankung ist in der Medizin ein Überbegriff für Krankheiten, deren Ursache eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe ist. Irrtümlicherweise erkennt das Immunsystem körpereigenes Gewebe als zu bekämpfenden Fremdkörper. Dadurch kommt es zu schweren Entzündungsreaktionen, die zu Schäden an den betroffenen Organen führen.

Autoimmunerkrankung - Stiff-man-Syndrom

Das Stiff-man-Syndrom ist vermutlich eine Autoimmunerkrankung, da es häufig mit anderen Immunerkrankungen zusammen auftritt. Es werden vielfältige unspezifische Autoantikörper nachgewiesen. Außerdem kann es im Rahmen einer Krebserkrankung als sogenanntes paraneoplastisches Syndrom vorkommen. 

Das Stiff-man-Syndrom imponiert durch episodische Beschwerden, mit Muskelschmerzen, teilweise spontaner generalisierter Erhöhung des Muskelspannungszustandes mit zusätzlichen einschießenden schmerzhaften Muskelverkrampfungen, besonders in den Muskeln des Rumpfes, der Oberarme und Oberschenkel. Eine Provokation dieser Muskelverkrampfung ist beim Stiff-man-Syndrom durch akustische Berührungs- und emotionale Reize möglich. Die Muskelaktivität verschwindet im Schlaf. Weitere Informationen finden Sie unter: www.stiff-man-syndrom.de

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Autoimmunerkrankung - Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose - Encephalomyelitis disseminata -  ist neben der Epilepsie die häufigste organische Erkrankung des zentralen Nervensystems im jungen Erwachsenenalter. Weltweit sind heute etwa 1-1,2 Millionen Personen an Multiple Sklerose erkrankt, die Geschlechterverteilung zwischen Frauen und Männern beträgt 2:1, 70 % aller Patienten erkranken zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr.
Epidemiologische Daten zeigen eine signifikante Häufung in Nordamerika sowie Gesamteuropa, hier liegt die Prävalenz bei mehr als 30 pro 100.000 Einwohnern, in Südamerika oder Asien beträgt die Prävalenz hingegen weniger als 5 pro 100.000 Einwohner. Die Prävalenz der Multiple
n Sklerose in Deutschland beträgt 60-100 Erkrankte pro 100.000 Einwohner, was einer Gesamtzahl von aktuell ca. 120.000 Multiple Sklerose -Kranken entspricht. Die mittlere Lebenserwartung nach Diagnosestellung betrug noch in der 80er Jahren nur 13-20 Jahre, aktuell beträgt die mittlere Krankheitsdauer ca. 30 Jahre, bei einem Drittel der Patienten länger. Die Ursachen dieses Verteilungsmusters sind ebenso wie die exakten Entstehungsmechanismen bisher noch nicht vollständig geklärt, diskutiert werden prädisponierende Faktoren wie Lebensraum, Ernährung, Infektionen und ethnische Zugehörigkeit. 

Autoimmunerkrankung - Zur Geschichte der Multiplen Sklerose

Erste Beschreibungen eines Multiple Sklerose -verdächtigen Krankheitsbildes finden sich in der Literatur im Lebenslauf der Heiligen Lidwina von Schiedham (1380-1433), die über verschiedene Ausfallserscheinungen des ZNS wie einen bilateralen Sehverlust und eine Paraparese berichtete. Cruveilhier (1791-1873), pathologischer Anatom in Paris, beschrieb als erster die harte Konsistenz der Flecken des Gehirns (Plaques), wenngleich die Erkrankung damals als Sonderform eines “rheumatischen Geschehens” gesehen wurde. Die klinische Erstbeschreibung erfolgte Mitte des 19. Jahrhunderts durch Frerichs in Göttingen, hier findet sich auch erstmals der Begriff der “Hirnsklerose”. Charcot (1825-1893) und Vulpian beschrieben erstmals 1866 ein eigenes Multiple Sklerose -typisches Krankheitsbild in Abgrenzung zur amyotrophen Lateralsklerose und zum Morbus Parkinson mit der nach Charcot benannten klinischen Trias “Nystagmus, Intentionstremor und skandierende Sprache”. Ursächlich nahm Charcot eine Infektionskrankheit an. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts ließ sich erstmals tierexperimentell eine der Multiple Sklerose ähnliche Autoimmunkrankheit durch Lymphozyten, die gegen körpereigenes basisches Myelinprotein sensibilisiert waren, hervorrufen und damit der Verdacht einer Autoimmunpathogenese erhärten. Die experimentelle allergische Encephalomyelitis (EAE) ist bis heute eine wesentliche Grundlage der pathogenetischen Forschung. 

Autoimmunerkrankung - Das Krankheitsbild der Multiplen Sklerose

Die Multiple Sklerose führt als autoimmunvermittelte Erkrankung zu entzündlichen, vernarbenden und degenerativen Prozessen des ZNS. Je nach Schweregrad der Erkrankung und Ausmaß des ZNS-Befalls kommt es zu einem breiten Spektrum an Krankheitssymptomen, die sich klinisch als motorische, sensible oder kognitive Defizite zeigen. Zur Verlaufsbeurteilung werden die zentral-nervös entstehenden Funktionseinschränkungen als standardisierte Beurteilung des Behinderungsgrades gemäß des Expended Disability Status Scale (EDSS) erfaßt. Die für die Multiple Sklerose typischen Verlaufsformen sind der schubförmig remittierende Verlauf (SRMS), der sekundär chronisch progrediente Verlauf (SPMS) sowie der primär chronisch progrediente Verlauf (PPMS). Ausführliche Informationen zur Diagnose und Therapie der MS finden Sie unter:
www.1-multiple-sklerose.de

Animationen animierte Augen

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Ihr Prof. Dr. F. L. Welter
Ärztlicher Direktor, Chefarzt Neurologie
Arzt für Neurologie u. Psychiatrie, Arzt für Physikalische Medizin

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Aktualisiert: Juli 2010

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