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Neurologisches Zentrum Bad Zwesten
Informationen zu Krankheiten Autoimmunerkrankung
Autoimmunerkrankung - Stiff-man-Syndrom Das Stiff-man-Syndrom ist vermutlich eine Autoimmunerkrankung, da es häufig mit anderen Immunerkrankungen zusammen auftritt. Es werden vielfältige unspezifische Autoantikörper nachgewiesen. Außerdem kann es im Rahmen einer Krebserkrankung als sogenanntes paraneoplastisches Syndrom vorkommen. Das Stiff-man-Syndrom imponiert durch episodische Beschwerden, mit Muskelschmerzen, teilweise spontaner generalisierter Erhöhung des Muskelspannungszustandes mit zusätzlichen einschießenden schmerzhaften Muskelverkrampfungen, besonders in den Muskeln des Rumpfes, der Oberarme und Oberschenkel. Eine Provokation dieser Muskelverkrampfung ist beim Stiff-man-Syndrom durch akustische Berührungs- und emotionale Reize möglich. Die Muskelaktivität verschwindet im Schlaf. Weitere Informationen finden Sie unter: www.stiff-man-syndrom.de ►◄ Autoimmunerkrankung - Multiple Sklerose
Die Multiple Sklerose - Encephalomyelitis
disseminata - ist neben der Epilepsie die häufigste organische Erkrankung des
zentralen Nervensystems im jungen Erwachsenenalter. Weltweit sind heute etwa
1-1,2 Millionen Personen an Multiple Sklerose erkrankt, die Geschlechterverteilung zwischen
Frauen und Männern beträgt 2:1, 70 % aller Patienten erkranken zwischen dem 20.
und 40. Lebensjahr. Autoimmunerkrankung - Zur Geschichte der Multiplen Sklerose Erste Beschreibungen eines Multiple Sklerose -verdächtigen Krankheitsbildes finden sich in der Literatur im Lebenslauf der Heiligen Lidwina von Schiedham (1380-1433), die über verschiedene Ausfallserscheinungen des ZNS wie einen bilateralen Sehverlust und eine Paraparese berichtete. Cruveilhier (1791-1873), pathologischer Anatom in Paris, beschrieb als erster die harte Konsistenz der Flecken des Gehirns (Plaques), wenngleich die Erkrankung damals als Sonderform eines “rheumatischen Geschehens” gesehen wurde. Die klinische Erstbeschreibung erfolgte Mitte des 19. Jahrhunderts durch Frerichs in Göttingen, hier findet sich auch erstmals der Begriff der “Hirnsklerose”. Charcot (1825-1893) und Vulpian beschrieben erstmals 1866 ein eigenes Multiple Sklerose -typisches Krankheitsbild in Abgrenzung zur amyotrophen Lateralsklerose und zum Morbus Parkinson mit der nach Charcot benannten klinischen Trias “Nystagmus, Intentionstremor und skandierende Sprache”. Ursächlich nahm Charcot eine Infektionskrankheit an. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts ließ sich erstmals tierexperimentell eine der Multiple Sklerose ähnliche Autoimmunkrankheit durch Lymphozyten, die gegen körpereigenes basisches Myelinprotein sensibilisiert waren, hervorrufen und damit der Verdacht einer Autoimmunpathogenese erhärten. Die experimentelle allergische Encephalomyelitis (EAE) ist bis heute eine wesentliche Grundlage der pathogenetischen Forschung. Autoimmunerkrankung - Das Krankheitsbild der Multiplen Sklerose
Die Multiple Sklerose führt als
autoimmunvermittelte Erkrankung zu entzündlichen, vernarbenden und degenerativen
Prozessen des ZNS. Je nach Schweregrad der Erkrankung und Ausmaß des ZNS-Befalls
kommt es zu einem breiten Spektrum an Krankheitssymptomen, die sich klinisch als
motorische, sensible oder kognitive Defizite zeigen. Zur Verlaufsbeurteilung
werden die zentral-nervös entstehenden Funktionseinschränkungen als
standardisierte Beurteilung des Behinderungsgrades gemäß des Expended Disability
Status Scale (EDSS) erfaßt. Die für die Multiple Sklerose typischen
Verlaufsformen sind der schubförmig remittierende Verlauf (SRMS), der sekundär
chronisch progrediente Verlauf (SPMS) sowie der primär chronisch progrediente
Verlauf (PPMS). Ausführliche Informationen zur Diagnose und Therapie der MS
finden Sie unter:
Ihr
Prof. Dr. F. L. Welter Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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